Die große
Winter-Checkliste

Winter-Check

10 Tipps, mit denen Sie Ihr Auto fit für den Winter machen

Welche Flüssigkeiten muss ich zum Winteranfang kontrollieren? Wie verhindere ich böse Überraschungen bei kalten Temperaturen? Was muss ich immer dabei haben, um gut vorbereitet zu sein? Diese und weitere Fragen haben wir Ihnen in unserem Winter-Check beantwortet.

1 | Scheibenwaschanlage

Scheibenwischer

Haben Sie ausreichend Frostschutzmittel in Ihrer Scheibenwaschanlage?

Im Herbst und Winter sind Frost, Nässe und Schmutz eine Herausforderung für Ihre Sicht im Straßenverkehr. Besonders in Verbindung mit Dunkelheit sollten Sie sich auf eine klare Sicht verlassen können, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. Befüllen Sie die Scheibenwaschanlage mit ausreichend Scheibenfrostschutz, um zu verhindern, dass die Spritzwasserdüsen und das Wischwasser auf der Scheibe gefrieren.

Das reguläre Mischverhältnis beträgt hierbei 2:1. Für die besten Resultate sollten Sie ein Frostschutzmittel wählen, das zusätzlich eine gute Reinigungswirkung hat und gegebenenfalls auch für Fächerdüsen geeignet ist.

Profi-Tipp: Betätigen Sie die Anlage nach dem Befüllen mehrfach, sodass sich die Mischung im gesamten System, inklusive Pumpe, Leitungen und Düsen, verteilen kann.

Scheibenwischblätter

Abgenutzte, oder gar rissige Scheibenwischblätter beeinträchtigen die Sicht und stellen ein Risiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer dar. Doch nicht nur abgenutzte Scheibenwischer sind lästig und riskant. Auch stark verschmutzte Wischblätter rauben Ihnen die Sicht und verschmieren Ihre Scheiben. Diese können Sie mit einem Silikonreiniger bearbeiten und bereits hierdurch gute Resultate erzielen. Sind Ihre Scheibenwischer in keinem guten Zustand mehr, sollten Sie rechtzeitig Ersatz beschaffen, um sicher unterwegs zu sein.

Profi-Tipp: Vermeiden Sie unbedingt, Schnee und Eis mit Ihren Scheibenwischern von der Scheibe zu kratzen. Hierdurch gehen Wischblätter schnell kaputt und funktionieren nicht mehr ordnungsgemäß.

Detaillierte Informationen rund um das Thema Scheibenwischer finden Sie in unserem Scheibenwischer-Ratgeber.

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2 | Beschlagene Scheiben

Scheibenreinigung

Beschlagene Scheiben

Beschlagene Scheiben sind lästig und behindern Ihre Sicht. Abhilfe schaffen diese Tipps:

  • Die Lüftung sollte bei eingeschalteter Heizung auf die Scheibe gerichtet werden.
  • Vergessen Sie nicht, Ihr Auto regelmäßig zu lüften. Sollten Sie Ihr Auto in die Garage stellen, können Sie hierzu einfach einen Spalt des Fensters offen lassen. Auf diese Weise gelangt frische Luft in den Fahrzeuginnenraum und die Feuchtigkeit kann entweichen.
  • Auto-Luftentfeuchter helfen dabei, den Innenraum Ihres Autos trocken zu halten. Entfeuchter-Kissen saugen die Feuchtigkeit aus der Luft auf und speichern sie abtropfsicher, bis das Kissen beispielsweise auf einer Heizung getrocknet wird. Hierbei empfiehlt es sich, zwei Entfeuchter-Kissen anzuschaffen, um diese abwechselnd ins Auto zu legen oder zu trocknen.
  • Spezielle Antibeschlag-Schwämme helfen zusätzlich dabei, beschlagene Scheiben wieder klar zu machen. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Schwamm streifenfrei putzt und saugfähig ist. Manche Schwämme hinterlassen durch Ihre Beschichtung sogar einen dünnen Film mit Antibeschlagwirkung.
  • Versuchen Sie, zusätzliche Feuchtigkeit im Auto zu vermeiden. Besonders im Winter geschieht dies häufig durch nasse Kleidung oder Schnee an den Schuhen.
  • Ist ihr Innenraum-Luftfilter verstopft? Auch ein veralteter Innenraum-Luftfilter trägt indirekt dazu bei, dass Ihre Sicht beeinträchtigt wird und die Scheiben beschlagen. Damit ausreichend frische Luft in den Innenraum Ihres Autos gelangen kann, sollten Sie den Innenraum-Luftfilter (auch Pollenfilter genannt) zum Winter hin kontrollieren und gegebenenfalls austauschen.

Profi-Tipp: Putzen Sie Ihre Fenster regelmäßig, auch von innen. Auf diese Weise Beschlagen Ihre Scheiben nicht mehr so schnell.

Detaillierte Informationen rund um das Thema Innenraumfilter finden Sie in unserem Innenraumfilter-Ratgeber.

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3 | Beleuchtung

Beleuchtung

Prüfen Sie Ihre Beleuchtung

Vor allem im Herbst und Winter kommt es darauf an, gut zu sehen und gesehen zu werden. Prüfen Sie daher Ihre Lampen am ganzen Auto. Im Herbst bieten viele Werkstätten hierzu einen kostenlosen Licht-Test an. Auch über den Licht-Check hinaus sollten Sie Ihren Scheinwerfern hin und wieder Aufmerksamkeit widmen.

Nach Fahrten im Schnee-Matsch sind diese nämlich schnell verdreckt und in ihrer Leistung eingeschränkt, daher sollten Sie die Scheinwerfer regelmäßig reinigen.


Profi-Tipp: Die Scheinwerfer-Einstellung ist besonders wichtig und sollte daher regelmäßig von einem Fachbetrieb kontrolliert werden. Lichttest verpasst?

Nutzen Sie unseren Autolampenfinder, um die richtigen Leuchtmittel zu finden und sich über das Thema Beleuchtung und Autolampen-Wechsel zu informieren.

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4 | Kühlerfrostschutz

Kühlerfrostschutz

Frostschutz für den Kühlkreislauf - Vermeiden Sie teure Schäden

Mithilfe eines Prüfgerätes lässt sich schnell ermitteln, ob der Frostschutz in Ihrem Auto noch ausreicht. Bis -25°C sollte der Schutz gewährleistet sein. Dies ist besonders wichtig, da die Flüssigkeit sonst gefriert und im schlimmsten Fall dazu führt, dass Kühler und Leitungen platzen.

Profi-Tipp: Haben Sie kein Prüfgerät, können Sie den Kühlerschutz bei einer Tankstelle oder Werkstatt prüfen lassen. Falls Sie den Kühlerschutz selbst überprüfen wollen, sollten Sie insbesondere bei einem warmen Motor vorsichtig sein. Beim Öffnen der Vorrichtung unbedingt darauf achten, dass durch den warmen Motor Druck entstanden sein kann.

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5 | Starter-Batterie

Batterie

Batterie-Check: Böse Überraschungen vermeiden

Autobatterien sind gerade im Winter extremer Belastung ausgesetzt. Gerade bei Minusgraden kommt es oft vor, dass die Batterie beim Startversuch streikt und das Auto nicht anspringt. Sollte Ihre Batterie anfällig sein, können Sie mit wenigen Tipps das schlimmste verhindern. Jedoch auch bei modernen Autobatterien empfiehlt es sich, diese zu überprüfen.

Zustand der Pole und Batterieklemmen:
Damit die Batterie einwandfrei funktioniert, sollten die Pole und Klemmen nicht verschmutzt sein. Ablagerungen beeinträchtigen die Funktionsweise. Darüber hinaus sollten die Pole gefettet sein.

Profi-Tipp: Sollten Sie selbst den Batterie-Check vornehmen, achten Sie auf Sauberkeit. Die Korrosion der Materialien wird dadurch verlangsamt und es gelangen weder Fremdkörper noch Schmutz in die Batterie. Die Batterieflüssigkeit sollte in allen Zellen auf dem gleichen Stand sein. Ist dies nicht der Fall, könnte ein Leck die Ursache sein.

Starthilfe

Gerade im Winter ist es sinnvoll, ein passendes Starthilfekabel bzw. einen Starthilfe-Booster dabei zu haben. Vorteil des Boosters ist, dass Ihr Motor auch ohne Hilfe anderer Autofahrer wieder anspringt. Es ist nicht immer notwendig, direkt eine neue Batterie zu verbauen. Wenn Ihre Autobatterie noch nicht älter als 5 Jahre ist, können Sie diese auch mittels Batterieladegerät aufladen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Batterie im Zweifel noch vor dem Wintereinbruch in einer Fachwerkstatt testen lassen.

Alles, was sie rund um das Thema Batterie-Wahl beachten müssen, haben wir Ihnen in unserem Autobatterie-Ratgeber zusammengestellt.

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6 | Dichtungen

Pflegen Sie Ihre Tür- und Kofferraumdichtungen?

Besonders bei älteren Autos ist die Pflege der Gummidichtungen ein absolutes Muss. Im Winter passiert es schnell, dass Dichtungen zufrieren. Reißt man an der Autotür, entstehen schnell Schäden.

Darüber hinaus wird das Material bei extremen Witterungsbedingungen schnell porös. Hierfür gibt es eine Vielzahl praktischer Produkte, die verhindern, dass Türen zufrieren und Dichtungen unbrauchbar werden. Pflegestifte hierfür (beispielsweise Hirschtalg) erhält man bereits zu günstigen Preisen. Passend zum Winter aufgetragen, überstehen die Dichtungen Ihres Autos den Winter damit unbeschadet und haben eine längere Lebensdauer.

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7 | Nützliche Helfer

Nützliche Helfer

Nützliche Helfer für die kalte Jahreszeit

Mit diesen Begleitern kommen Sie entspannt durch den Winter:

  • Eiskratzer und Scheibenenteisungsspray
    Dicke Eisschichten können Sie am besten mit einem Scheibenenteisungsspray vorbehandeln. Der Enteiser löst die Eisschicht an, sodass Sie diese mit dem Eiskratzer leichter entfernen können. Unsere Empfehlung: Mit einem Bronze-Schaber können Sie Ihr Auto schonend von Eis befreien. Das federelastische Material passt sich der Scheibenwölbung an und beschädigt diese nicht so leicht. Insbesondere wenn Streusalz und Schmutz auf der Scheibe festfrieren,entstehen mit herkömmlichen Eiskratzern schnell Beschädigungen.
  • Türschloss-Enteiser Wer seine Autotüren nicht mit einer Fernbedienung entriegeln kann, sollte einen Türschloss-Enteiser parat haben. Diesen sollten Sie natürlich nicht im Fahrzeug aufbewahren, denn da nützt er Ihnen nichts.
  • Scheibenabdeckungen und Ganzgaragen verhindern Zufrieren der Scheiben
    Wer sich das Eiskratzen und Freiräumen des Autos ersparen möchte, sollte sein Fahrzeug oder die Scheibe des Fahrzeugs abdecken. Spezielle Scheibenabdeckungen sorgen dafür, dass diese gar nicht erst zufrieren, Ganzgaragen verhindern ein Zuschneien des Fahrzeugs.
  • Das Mitführen von Warnweste und Warndreieck ist Pflicht
    Vorgegeben von der Straßenverkehrsordnung ist es die Pflicht eines jeden Autofahrer ein Warndreieck mitzuführen. Ist es bei einer Kontrolle nicht vorhanden, wird das Vergehen mit einem Bußgeld geahndet. Ebenso Pflicht in Deutschland sind seit dem 14. Juli 2014 die Sicherheitswesten. Im Falle einer Panne können außerdem Winter-Arbeitshandschuhe, eine Taschenlampe sowie eine warme Decke durchaus hilfreich sein.
  • Ersatzlampen-Set
    Da auch die Glühlampen und Sicherungen im Fahrzeug unter der Kälte und Feuchtigkeit im Winter leiden, sollten Sie ein passendes Ersatzlampen-Set im Auto haben, um defekte Lampen und Sicherungen sofort austauschen zu können.
  • Schneeketten
    Je nach Region sind zudem Schneeketten Pflicht. Wenn Sie beispielsweise in bergisches Gebiet fahren, sollten Sie sich vorher erkundigen, ob Sie dort Schneeketten benötigen oder nicht. In Regionen mit bekanntlich viel Schnee, sollten Sie in jedem Fall zur Vorsorge Schneeketten mit sich führen.
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8 | Dieseladditiv

Schützen Sie Ihren Dieselkraftstoff vor dem Einfrieren

Wenn die Temperaturen zu kalt werden, kann Dieselkraftstoff flocken und das Auto eventuell nicht mehr anspringen oder plötzlich stehenbleiben. Füllen Sie deshalb frühzeitig, also bevor Ihr Dieselkraftstoff nicht mehr fließt, ein sogenanntes Fließverbessereradditiv als Kraftstoffzusatz in den Tank, um Ihren Diesel so effektiv vor dem Einfrieren zu schützen.

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9 | Schäden

Schäden am Lack ausbessern und Ausbreitung von Rost verhindern

Sollten Sie Lack-Schäden an Ihrem Auto bemerken, wird es jetzt höchste Zeit, diese zu reparieren. Nässe, Frost, Schmutz und Streusalz sorgen sonst im Handumdrehen dafür, dass sich Rost ausbreitet und teure Schäden verursacht. Sollten Sie Ihr Auto nicht in einer Garage unterstellen, können Sie es durch Abdeckungen schützen.

Profi-Tipp: Unterbodenschutz versiegelt anfällige Teile Ihres Autos und schützt vor Rost und Korrosion. Richtig aufgetragen verlängern Sie hierdurch die Lebensdauer von rostempfindlichen Teilen.

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10 | Reifen

Winterreifen

Reifen-Check

Sollten Sie Ihre Bereifung noch nicht gewechselt haben, wird es jetzt höchste Zeit. Es gibt zwar keine Winterreifenpflicht in Deutschland, jedoch sind Autofahrer dazu verpflichtet die Bereifung an die Witterungsverhältnisse anzupassen. Was bedeutet das für Sie?

Die Faustregel lautet: Winterreifen von O bis O (Oktober bis Ostern). Zwar ist es nicht strafbar, zwischen Oktober und Ostern mit Sommerreifen unterwegs zu sein, falls Witterung und Straßenverhältnisse dies zulassen. Jedoch bringen Sie sich und andere in Gefahr, sobald das Wetter umschlägt. Neben teuren Bußgeldern müssen Sie dann auch damit rechnen, dass Versicherungen manche Schäden nicht abdecken, wenn Sie in einen Unfall verwickelt werden.

Was müssen Sie bei Winterreifen beachten?

Winterreifen verfügen über ein anderes Lamellenprofil, wodurch der Grip bei Schnee und Eis erheblich besser ist, als bei Sommerreifen. Damit ein Winterreifen Sie sicher durch die kalte Jahreszeit bringt, sollten Sie schon vor dem Reifenwechsel prüfen, ob das Reifenprofil noch ausreichend tief ist. Ebenso wichtig ist, dass die Abnutzung Ihrer Reifen gleichmäßig ist und das Profil nicht nur noch seitlich vorhanden ist.

Laut Gesetz beträgt die Mindestprofiltiefe 1,6 mm, doch bereits ab 4 mm erfüllen die meisten Winterreifen nicht mehr ordnungsgemäß Ihren Zweck und stellen ein Sicherheitsrisiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer dar. Auch im Falle eines Unfalls müssen Sie häufig mit einer Teilschuld rechnen, sobald Ihr Reifenprofil die 4 mm-Marke unterschreitet.

Profi-Tipp: Mit einem Reifenprofilmesser können Sie Ihre Profiltiefe kinderleicht selbst überprüfen.

Wie Sie Ihre Reifen selbst wechseln können, erfahren Sie in unserem Radwechsel-Ratgeber.

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