Ausrüstung für den Radwechsel

Radwechsel selber machen

Ein gesetzlich vorgeschriebenes Datum, wann der Reifenwechsel von Sommer- auf Winterreifen bzw. von Winter- auf Sommerreifen stattfinden muss, gibt es nicht. Die Winterreifenpflicht in Deutschland gilt dann, wenn die Straßen tatsächlich mit Schnee und Matsch bedeckt sind bzw. die Straßen dadurch unter Umständen glatt sind. Es handelt sich hierbei um die sogenannte situative Winterreifenpflicht, welche von der Wetterlage abhängig ist.
Die allgemein bekannte Faustregel für die Nutzung der Winterräder ist jedoch von „Oktober bis Ostern“. Zu diesen Terminen herrscht in den Werkstätten deshalb regelmäßig Hochbetrieb. Neben der Schwierigkeit dann seinen Wunschtermin für die Umrüstung zu bekommen, gehen die beiden Termine im Laufe der Jahre auch ganz schön ins Geld.
Geld welches Sie sparen können, denn mit der passenden Ausrüstung und eventuell einem Helfer kann der Radwechsel auch in Eigenregie problemlos erledigt werden.

Der richtige Ablauf des Radwechsels sollte in etwa so aussehen:

1. Als Erstes sollten Sie den Luftdruck sowie die Profiltiefe aller Räder kontrollieren und ggf. den Luftdruck anpassen.

2. Parken Sie das Fahrzeug auf festem und geradem Untergrund.

3. Ziehen Sie die Parkpremse an, stellen Sie Automatik auf Wahlhebel „P“ oder legen Sie den „1. Gang“ ein.

4. Ziehen Sie Handschuhe an.

5. Halten Sie Wagenheber, Werkzeug und Tauschräder bereit.

6. Kennzeichnen Sie die Reifen mit Räderposition „VL / VR / HL / HR“.

7. Lösen Sie die Radschrauben mittels Radkreuz oder Schraubenschlüssel.

8. Schauen Sie im Handbuch nach den Aufnahmepunkten für den Wagenheber sowie dem Anzugdrehmoment der Radschrauben / Radmuttern.

9. Setzen Sie den Wagenheber an die entsprechende Position und heben Sie das Auto an.

10. Sichern Sie Ihr Fahrzeug zusätzlich mit Unterstellböcken.

11. Jetzt können Sie das erste Rad demontieren.

12. Säubern Sie die Aufnahmefläche (Radnabe bzw. Topf der Bremsscheibe) mittels Drahtbürste.

13. Tragen Sie Montagepaste dünn auf den Rand des Mittellochs der Felge sowie auf den ersten Zentimetern des Gewindes der Radbolzen bzw. Radschrauben auf.

14. Montieren Sie das Austauschrad mit den passenden Radbolzen / Radmuttern und ziehen Sie diese mittels Werkzeug „über Kreuz“ an.

15. Heben Sie das Fahrzeug leicht an um den Unterstellbock zu entfernen, danach können Sie das Fahrzeug wieder ablassen.

16. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle übrigen Räder.

17. Kontrollieren Sie anschließend den maximalen Drehmoment mittels Drehmomentschlüssel über Kreuz. Nach ca. 50 km Fahrt sollten Sie den Drehmoment erneut überprüfen.

18. Vor dem Einlagern der demontierten Räder, sollten Sie die Felgen gründlich mit einem säurefreiem Felgenreiniger säubern und auch spitze Steinchen o.ä. sollten Sie aus dem Reifenprofil entfernen, da diese sonst das Gummi beschädigen können.

19. Wer seine Stahlfelgen optisch ein wenig aufwerten möchte, kann diese mit Radzierblenden (Radkappen) ausstatten. Neben dem optischen Aspekt erfüllen Radkappen im Winter noch einen weiteren Zweck, sie schützen die Radschrauben und Radmuttern vor Schmutz wie Schnee, Streusalz, usw.
Bei Felgen ohne Radkappen können spezielle Zierkappen (Rad-Caps) auf die unansehnlichen Radschrauben oder Radmuttern aufgesetzt werden.

20. Schutz sowohl für Stahl- als auch für Alufelgen bietet Felgenfolie zum Aufsprühen z.B. von Plasti Dip. Damit sieht Ihre Felge nicht nur gut aus, sondern wird auch vor Schmutz oder Kratzern geschützt. Ausserdem lassen sich so auch bereits vorhandene oberflächliche Beschädigungen an der Felge problemlos kaschieren.